
Immer wieder melden sich Menschen in der Dülmener Verbraucherzentrale, die Geld verloren oder unbeabsichtigt Daten weitergegeben haben. Der Schaden ist teils immens, denn verloren ist nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen. Online-Betrüger setzen auf wiederkehrende Muster der Beeinflussung wie emotionale Überrumpelung, gut gemachte Fälschungen und psychologische Beeinflussung. Heute am Weltverbrauchertag klären das Berater-Team für den Kreis Coesfeld über die gängigen Maschen auf und gibt Tipps sich zu schützen.
Phishing: Warnsignale erkennen
Besonders verbreitet ist das sogenannte Phishing: Dabei werden beispielsweise massenhaft E-Mails mit gefährlichen Links oder Anhängen verschickt, im Namen bekannter Institutionen wie großer Banken, Onlinehändler oder Telekommunikationsanbieter. Die Betrüger nutzen aber auch andere Mittel wie SMS, Briefe oder gefälschte QR Codes. Meist wird Handlungsdruck suggeriert, man soll Kontaktdaten bestätigen, Links anklicken oder Dateien öffnen. Ziel sind stets die persönlichen Daten und Zugangsinformationen zu Konten. Um zu prüfen, ob tatsächlich jemand rechtmäßig Informationen oder Geld anfordert, sollte man den Absender jenseits der Mail über die offizielle Webseite oder Telefonnummer kontaktieren.
Chatgruppen: Ganz persönliche Gewinnversprechen
Aktuell machen längerfristig angelegte Täuschungsstrategien in Chatgruppen Schlagzeilen. Vermeintliche Finanzberater:innen kontaktieren Betroffene telefonisch, über soziale Netzwerke oder Werbeanzeigen. Sie werben für angeblich sehr lukrative Investitionen – oft in Kryptowährungen oder innovative Technologien – und bauen über Wochen oder Monate Vertrauen auf. Opfer sehen auf einer nur zu dem betrügerischen Zweck eingerichteten Plattform zunächst scheinbare Gewinne. Doch sobald sie größere Summen investieren oder eine Auszahlung verlangen, bricht der Kontakt ab und das Geld ist verschwunden.
Private Onlinekäufe: Risiken bei direktem Kontakt
Betrugsfallen lauern auch bei privaten Onlinekäufen : Weil die hinterlegte Option „Sicher bezahlen“ einen Aufpreis beinhaltet, wählen viele Interessenten Zahlungswege ohne Aufpreis oder Verkaufsabwicklungen in einem privaten Mail- oder Chataustausch. Das geht zu Lasten der Sicherheit, denn man gibt in der Regel private Bankdaten preis. Deshalb sollte man auf solche Aufforderungen nicht eingehen. Ein weiteres Risiko besteht, wenn Betrüger:innen Bildschirmfotos mit QR-Codes schicken. Diese Codes können manipuliert sein und das Geld auf unbekannte Konten umleiten.
Richtig reagieren im Schadensfall
Was tun, wenn Unbekannte Zugang zum Konto hatten? Betroffene sollten ihr Konto beziehungsweise die Karte sofort sperren lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen. Bei nicht autorisierten Überweisungen muss die Empfängerbank informiert und die Erstattung schriftlich bei der eigenen Bank eingefordert werden. Banken sind grundsätzlich
verpflichtet, nicht autorisierte Zahlungen zu erstatten. Häufig ist aber strittig, ob die Kund:innen sich gegebenenfalls grob fahrlässig verhalten haben. Wenn die Bank die Erstattung verweigert, sollte man eine Schlichtungsstelle einschalten oder rechtliche Schritte über die Verbraucherzentrale NRW bzw. mit einem Anwalt prüfen.
Kostenlose Online-Vorträge und Fake-Check
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18 bis 19 Uhr) zu dem Thema ist HIER möglich.
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