
In fast 60 Prozent der Fälle hat die Polizei die Täter ermittelt. Bei Gewalttaten liegt die Aufklärungsquote noch einmal deutlich höher. Die Polizei sagt: Damit sei der Kreis Coesfeld zum zweiten Mal in Folge der sicherste im Münsterland. Ein Dauerthema bleibt allerdings der Telefonbetrug – sogenannte Schockanrufe. Die Zahl dieser Betrugsfälle ist gestiegen. Guido Prause, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei im Kreis Coesfeld rät deshalb: "Seien Sie misstrauisch. Bei einem Verdacht, den Anruf immer sofort beenden und auflegen. Danach die Polizei unter der 110 informieren oder auch Familie, Freunde und Bekannte um Rat fragen." Kinderpornos, sexuell belästigte Jugendliche oder sonstige Straftaten, in denen Kinder und Jugendliche Opfer von Sexualdelikten sind - sowas passiert im Kreis Coesfeld leider auch immer wieder. Die aktuelle Statistik der Polizei zeigt: Die Zahl der Fälle ist im Kreis im vergangenen Jahr gestiegen. Unter anderem durch die sogenannten "Hands-off-Delikte". Das sind Straftaten, die ohne richtiges Anfassen im Internet stattfinden. Beispielsweise weil Täter Opfer dazu bringen ihnen Nacktaufnahmen zu schicken. Die Aufklärungsquote bei Sexualstraftaten ist im Vergleich zu den Vorjahren in etwa gleich geblieben. Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, arbeitet die Polizei unter anderem eng mit Schulen sowie dem Kinderschutznetzwerk im Kreis Coesfeld zusammen und setzt verstärkt auf Präventionsarbeit. Immerhin erfreulich - die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Kreis Coesfeld gesunken. Rund 270 Wohnungseinbrüche hat es gegeben – weniger als im Vorjahr. Außerdem konnte die Polizei mehr Fälle aufklären. Die Polizei rät trotzdem weiter zu Vorsicht: Fenster und Türen konsequent sichern – und im Urlaub zum Beispiel den Briefkasten leeren lassen, damit das Haus nicht unbewohnt wirkt.