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Ein Spaziergänger geht im Frühling über eine Wiese mit Krokussen
© Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn
Frühlingsgefühle sind kein Mythos. Mehr Licht hebt die Stimmung – doch den Winterblues vertreibt, wer sich bewegt.
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Frühlingshaftes Wetter: 3 Impulse für mehr Lebensfreude

Ciao, Winterblues! Einfach mal den Heimweg ändern, jemandem einen Kaffee spendieren oder 30 Minuten in den Park: Wie wir im Frühling gezielt Momente der Lebensfreude in den Alltag bringen können.

Veröffentlicht: Mittwoch, 25.02.2026 13:49

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Bis zu 19 Grad draußen

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Berlin (dpa/tmn) - Die ersten warmen Tage, Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher – für viele fühlt sich das wie ein emotionaler Neustart an. Hilft der Frühling tatsächlich dabei, den Winterblues abzuschütteln? 

«Ja, aber weniger magisch, als wir vielleicht hoffen», sagt Christian Thiele, Autor, Speaker und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP). 

Tatsächlich reagiert unser Gehirn auf mehr Sonnenlicht: Es produziert vermehrt Serotonin – einen Neurotransmitter, der Stimmung, Wohlbefinden und Antrieb beeinflusst. «Der Effekt entfaltet sich vor allem dann, wenn wir wirklich nach draußen gehen», so Thiele. Wer den Frühling nur durchs Bürofenster betrachtet, profitiert deutlich weniger. 

Was helfen kann, mit dem Frühling neue Lebensfreude zu gewinnen – drei Ideen:

1. Tägliche Dosis Natur als Stresspuffer

Simpel, aber effektiv: Thiele empfiehlt, Bewegung in der Natur. Der Experte verweist etwa auf eine Studie der University of Michigan: Der Cortisolspiegel – ein wichtiges Stresshormon – sank messbar, wenn Probandinnen und Probanden 20 bis 30 Minuten in einer naturnahen Umgebung verbrachten. Ob Parkrunde, Terrasse oder kurzer Spaziergang in der Mittagspause: Wer das zur Routine macht, nutzt ein kostenloses Stressregulationstool.

2. «Random Acts of Kindness»: Anderen etwas Gutes tun

Wir sind soziale Wesen. Spontane freundliche Taten – etwa jemandem einen Kaffee mitbringen, ehrlich Danke sagen oder bewusst eine Aufgabe abnehmen – steigern das eigene Wohlbefinden. «Wir tun nicht nur anderen etwas Gutes, sondern auch uns selbst», sagt Thiele.

Es sei einer der «robustesten Befunde der Positiven Psychologie, dass solche 'Random Acts of Kindness', also Akte der Freundlichkeit wirken». Entscheidend ist die innere Haltung: Die Geste sollte ehrlich gemeint sein – nicht bloß ein abgehakter Selbstoptimierungspunkt.

3. Abwechslung wagen: Das «psychologisch reichhaltige Leben»

Der Frühling steht symbolisch für Aufbruch. Dazu passt laut Thiele auch das Konzept des «Psychologically Rich Life» – eines psychologisch reichhaltigen Lebens mit vielfältigen, interessanten und perspektiv-verändernden Erfahrungen.

Das muss kein großer Neuanfang sein. Schon kleine Veränderungen hier können positive Effekte auf Wohlbefinden und Glück haben. Thiele schlägt etwa vor, einen neuen Weg zur Arbeit auszuprobieren, mittags einen anderen Park zu besuchen, ein neues Restaurant zu testen oder ein Projekt mit einer Kollegin zu starten, mit der man bislang noch nicht zusammengearbeitet hat.

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© dpa-infocom, dpa:260225-930-734563/1
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