
An dem Samstag wird die Stelle aufgegraben und näher untersucht. Am Sonntag entscheiden die Experten über das weitere Verfahren. Beim Ordnungsamt laufen alle Fäden zusammen. Die Mitarbeiter stehen dazu in engem Kontakt mit dem Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg Anwohner im Bereich Schützenring erhalten in diesen Tagen ausführliche Informationen. Sie müssen sich darauf vorbereiten, ihre Wohnungen zu verlassen, wenn die vermutete Weltkriegsbombe freigelegt und entschärft wird. Ein besonderes Augenmerk gilt den Christophorus Kliniken, die teilweise innerhalb des 250-Meter-Sperrbereichs liegen. Die gute Nachricht: Der Krankenhausbetrieb ist grundsätzlich gesichert. Das Krankenhaus bleibt bei Bedarf jederzeit erreichbar, und zwar von der rückwärtigen Seite zum Schlosspark hin. Die Kliniken bereiten sich intensiv auf das Wochenende vor. Für Vorarbeiten wird der Schützenring bereits ab Morgen stundenweise gesperrt. Ab dem kommenden Dienstag bietet das Ordnungsamt eine Telefon-Hotline für Anwohner an.
Vorläufiger Ablauf der geplanten Blindgänger-Entschärfung:
• Ab Montag (09.03.): Straßensperrung am Schützenring: Versorgungsleitungen werden gesichert, Container gegen Splitterflug aufgestellt
• Samstag (14.03.): Die Kampfmittelräumer beginnen mit dem Aufgraben des abgesicherten Verdachtspunktes.
• Sonntag (15.03.):
Ab 8 Uhr klingeln Mitarbeitende von Ordnungsamt sowie Hilfs- und Rettungskräfte an die Wohnungstüren und bitten die etwa 720 betroffenen Anwohnenden, ihre Wohnungen bis spätestens 11 Uhr zu verlassen. Straßenzufahrten werden gesperrt. Wer den Bereich innerhalb des 250-Meter-Radius nicht aus eigener Kraft verlassen kann, erhält Hilfe. Ab 8 Uhr steht die Mensa am Heriburg-Gymnasium als Betreuungsstelle für Anwohnende bereit, hier versorgt der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes die Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich während der Evakuierung anderweitig aufzuhalten.
o 11 Uhr: Die Straßenzufahrten werden abgeriegelt, Anwohnende müssen den Bereich verlassen haben.
o Etwa 13 Uhr: Wenn sichergestellt ist, dass sich niemand mehr innerhalb des 250-Meter-Radius aufhält, kann die kontrollierte Entschärfung beginnen. Die Fachleute rechnen damit, dass das ein bis zwei Stunden dauern kann.
o Anschließend gibt das Ordnungsamt Entwarnung: Einsatzkräfte geben die Straßen wieder frei, Anwohnende können in ihre Wohnungen zurückkehren.
Ab Dienstag (03.03.) bietet das Ordnungsamt eine Telefon-Hotline für betroffene Bürger:innen an. Wer Fragen rund um die anstehende Evakuierung hat, kann sich dort informieren unter Tel. (02541) 939-2000.
Ebenfalls ab Dienstag (03.03.) informiert die Stadt Coesfeld laufend aktuell auf ihrer Website unter www.coesfeld.de